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Kapitel I

Stella wachte mit einem Lächeln im Gesicht auf. Die Sonne schien durch ihr Fenster hinein und wärmte sie, es wat einer dieser ersten Frühlingstage. Für ein paar Sekunden hielt ihr Glück an, dann versetzten ihre Erinnerungen sie wieder zurück in die Wirklichkeit. Es fühlte sich an wie ein Schlag ins Gesicht. Es nahm ihr die Luft zum Atmen. Es nahm ihr ihre Lebenskraft. Sie wusste weder wie sie den Tag überstehen sollte, noch wann sie sich das nächste Mal unbeschwert fühlen würde. Für eine Sekunde kam ihr der Gedanke, einfach im Bett liegen zu bleiben und sich vor Allem zu verstecken, aber sie hatte keine Wahl: Sich zu verstecken würde nur noch mehr Fragen aufwerfen. Also stand sie auf, machte sich fertig und ging in die Schule, wie jeden anderen Tag auch. Mit zitternden Knien lief sie die Straße zur Schule entlang, den Blick fest auf den Boden gerichtet, in der Hoffnung es würde sie niemand erkennen. Wie sollte sie auch nur einem ihrer Freunde erklären, dass ihr Freund, jetzt Exfreund, nach ihrem ersten Mal mit ihr Schluss gemacht hat, ohne jede Würde zu verlieren? Sie wusste es nicht, doch es blieb ihr nichts anderes übrig, denn ihre Hoffnung, unentdeckt zu bleiben, blieb unerfüllt. Schon in der Eingangshalle kam ihr ihre beste Freundin entgegen. Wie immer nahm sie kein Blatt vor den Mund. "Ihr habt Schluss gemacht?" Schon einmal wurde ihr diese Frage gestellt und schon beim ersten Mal konnte sie keine Antwort darauf geben. Stella schüttelte nur den Kopf, die Tränen verbat sie sich. Sie hatte keine mehr, zu viele hatte sie schon vergossen. "Wenn du etwas brauchst, ich bin da für dich." Eine Umarmung, schoss es Stella durch den Kopf. Jemanden, der sie festhält, damit sie nicht den Verstand verliert. Jemanden, der sie tröstet und ihr zeigt, dass sie nicht alleine ist. Ihr Wunsch blieb unausgesprochen und die Schulklingel beendete die Begegnung. Stella drehte sich um und ging. Innerlich fühlte sie, wie etwas in ihr zerbrach: Das, wovor sie am meisten Angst hatte, war alleine zu sein, und genau das war sie jetzt, alleine.
Die ersten beiden Stunden gingen an ihr vorbei, dann ging sie nach Hause. Sie hielt es nicht aus, wenn ihre Gedanken im Unterricht abschweiften und wieder bei dem Abend landeten: Sie ging gerade in die Tanzschule hinein, tippte aber ständig nur auf ihrem Handy. Eigentlich war ausgemacht, dass Markus später noch zu ihr kommt, doch er konnte wieder nicht, da seine Eltern ihn nicht fahren konnten. Sie dachte sich nichts dabei, diese Situation ist schon des öfteren aufgetreten. Also versuchte sie, ihre eigenen Eltern zu überzeugen, sie zu fahren. So groß war der Wunsch, ihn zu sehen. Sie freute sich auf späer, wie jedes Mla bevor sie zu ihm ging. Es war auch alles ganz normal. Bis sie in seinem Zimmer waren. Die Beiden hatten nicht ausgemacht, was sie machen, und er schlug von sich aus vor, einen Film zu schauen. Das kam noch nie vor. Stella wunderte sich darüber, aber als etwas schlechtes sah sie es nicht an. Sie dachte mehr, es wäre ein Schritt in die richtige Richtung. Also schauten sie den Film an. Sie lag neben ihm, lächelnd. Immer wenn sie zusammen einen Film anschauten, landeten sie nach spätestens der Hälfte küssend im Bett. Doch diesmal passierte nichts. Sie lag nehmen ihn, jede Faser ihres Körpers wollte ihn küssen, ihn berühren. Sie tat es auch. Er küsste sie zurück, doch dann schaute er weiter den Film. Ihre Hand lag auf seiner Brust und sie hörte sein Herz immer schneller schlagen je weiter der Film voranschritt. Sie konnte sein Verhalten nicht einordnen, noch verstehen. Nie zuvor war solch eine Situation aufgetreten. Doch sie wusste, nach dem Film würde etwas passieren, sie bekam Angst davor und plötzlich stand sie wieder vor der seiner Tür und geht.
Die nächsten Tage liefen ähnlich ab. Jeden Morgen kämpfte Stella sich erneut aus dem Bett, nur um sich dann nach zwei, an guten Tagen drei Stunden wieder darin zu verstecken. Es war der einzigste Ot, an dem sie sich nicht verstellen musste, nocht so tun musste, als ob sie darüber hinwegkommen würde, als ob es ihr gut gehen würde. Denn die Wahrheit war: Innerlich fühlte sie sich leer, ohne Kraft. Die Umarmung, die sie gebraucht hätte, hatte sie nie bekommen. Stella sah keinen Grund mehr weiterzukämpfen, keinen Grund mehr, um das Ganze zu überstehen. Sie fühlte sich alleine, denn zu sehr schämte sie sich, als dass sie sich jemanden anvertrauen könnte.

8.6.14 01:14

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